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Feng Shui im Garten


Ein wenig Geschichte:

Gartenanlagen gehören seit dem Altertum untrennbar zur chinesischen Architektur. Der chinesische Garten gilt als Kunstwerk, das ein vollkommenes und harmonisches Abbild der Natur darstellt. Den ältesten dokumentierten Garten ließ der Kaiser Shihuanghi 221 c. Chr. In der damaligen Hauptstadt errichten. Sein Umfang soll 150 qkm gehabt haben. Er beherbergte ein Wildreservat und einen 300 Hektar großen künstlichen See.

Dieser Garten wurde später für alle kaiserlichen Gartenanlagen als Norm benutzt.

Mit dem Zerfall der Han-Dynastie (206 v. Chr. Bis 220 n. Chr.) änderten Die Gärten ihren Charakter. Beamte und Intellektuelle wurden verfolgt und die Gärten dienten dem Rückzug und der Privatsphäre was Zuflucht und Heimat bedeutet. Der repräsentative Charakter wich und es entstand ein Garten mit einheimischen Pflanzen, Sparsamkeit, Alleinsein und der Verbundenheit mit der Natur.

Zu den typischen Merkmalen chinesischer Gärten zählte der Name. Eine populäre Bezeichnung für einen Garten lautet: „Die drei Freunde im Winter“. Gemeint sind drei Pflanzen, die in keinem Garten Fehlen sollten: die Kiefer als Symbol für langes Leben, der Bambus, der für Belastbarkeit und Tugend steht und die Winterkirsche, die das neu aufkeimende Leben darstellt.

Die klassische Literatur über den Gartenbau entstand um 1600 und wurde seitdem kaum verändert.

Die Grundprinzipien der Gartengestaltung:

In jedem chinesischen Garten sind nach Feng-Shui-Kriterien gestaltete Elemente zu finden, aber ein Feng-Shui-Garten ist nicht zwangsläufig ein Garten im chinesischen bzw. asiatischen Stil.

Ein Feng-Shui-Garten erfüllt folgende Voraussetzungen: Würdigung der Natur, ein Ort der Entspannung, er spendet Nahrung für Körper, Geist und Seele, er enthält einheimische Pflanzen.

Ein Feng-Shui-Garten verbindet uns mit der Natur und stärkt unsere innere Kraft.

Zäune und Grenzen:

Ein geschmackvoller Zaun, der die Grenze eindeutig markiert und sich in die Landschaft einfügt, vermittelt Geborgenheit und Behaglichkeit. Elemente wie: Zaun, Hecke, Mauer oder Ähnliches sollen beschützen ohne auszugrenzen.

Auch können „ungünstige“ Bereiche in Ihrem Garten mit einem passenden Zaun oder einer Bepflanzung harmonisch ausgeglichen werden.

In einem Garten ohne deutlich markierte Grenzen kann sich die Energie (Chi) nur schwer sammeln. So ist es schwierig, Sicherheit, Geborgenheit und den persönlichen Stil Ihres Gartens zu wahren.

Es ist gut, die sich gegenüberliegenden Begrenzungen in Art und Form unterschiedlich zu gestalten.

Eingänge:

Eingänge sollten gut erkennbar sein und neugierig machen auf das Leben dahinter. Sie sind die Schwelle zwischen dem hektischen öffentlichen Leben und der ruhigen, beschützten Welt des eigenen Gartens.

Gestalten Sie in freundlich und hell z.B. mit einer Pergola, rankenden Gewächsen, Rosenbögen, markante Einzelpflanzen oder Pflanzkübeln. Ein Eingang beschützt nicht vor der Außenwelt, sondern symbolisiert lediglich den Übergang von dem einen zu dem anderen Grundstückteil.

Blickfang und Sichtschutz:

Nach dem Betreten des Gartens durch den Eingang sollte der Blick sich nicht zerstreuen, sondern auf einen Blickfang konzentriert werden. Dieser Punkt soll uns helfen, uns innerlich zu sammeln und zu beruhigen. Der Garten will schrittweise entdeckt werden!

Den kreativen Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Eine Skulptur, ein Buddha, ein Wasserbecken, ein Vogelhaus, eine dekorative Einzelpflanze oder andere Objekte eignen sich bestens dafür.

Gartenwege:

Wege sind Bahnen des Energie-Flusses. Gerade Wege verleiten uns zu Schnelligkeit, wir eilen an allen Schönheiten des Gartens vorbei. Schlendern wir langsam durch unseren Garten, werden unsere Sinne und unser Gefühlsleben bereichert. Wir streifen die Sorgen des Alltags ab!

Aktivieren Sie alle Sinne. Durch sanftes Streicheln und Anfassen der Pflanzen erfahren wir noch mehr als nur durch anfassen und Riechen.

Verwenden Sie unterschiedliche Materialien wie: Kies, Erde, Gras, Steine. Holz usw. Beim Gehen, insbesondere Barfuß, lassen sich die Feinheiten des Weges erspüren.

Im Feng Shui gehören kunstvoll verlegte Wege und Treppen zur vollendeten Gartengestaltung. Sie dienen nicht nur als Verbindungsstrecke zwischen zwei Punkten sondern sie sind weg und Ziel gleichzeitig.

Unterteilen und Vergrößern:

Für die klassischen Gärten in China galt die Unterteilung in verschiedene Bereiche als ein Muss. Ein sehr gutes Beispiel ist der chinesische Garten in Zürich.

Die Struktur des Gartens ist nur teilweise von der Größe anhängig. Sie lebt von der Unterteilung, die insgesamt zur optischen Vergrößerung des Gartens führt.

Bereich und Zonen zu schaffen bedeutet, die Feng-Shui-Prinzipien von Yin und Yang und den 5 Wandlungsphasen in die Praxis umzusetzen.

Weniger ist oft mehr. Ein leerer Raum, möglichst in der Mitte des Gartens, der sehr sparsam, aber ausgewogen gestaltet wird, bedeutet, Potential zu haben und persönliche Freiräume zu besitzen.

Schaffen Sie sich Plätze, die zum Verweilen einladen und Ihnen Schutz bieten.

Spielen Sie mit den Perspektiven in Ihrem Garten und vergrößern Sie ihn so. teilen Sie Ihren Garten in verschiedene Bereiche, so wirkt er größer und interessanter.

Mit Wasser beleben:

In einem Feng-Shui- Garten sollte ein Wasserelement vorhanden sein. Wasser fördert und stärkt mit seiner Lebendigkeit das Chi (Energiefluss). Symbolisch steht es für Reichtum und Fülle. Dabei kommt es weniger auf die Menge des Wassers an, sondern vielmehr auf seine Qualität und eine Gestaltung, die sich in Ihren Garten harmonisch einfügt.

Bei der Planung ist zu überlegen: die Lage, seine Form und seine Art als stehendes oder fließendes Wasser.

Platzieren Sie Wasser im Norden (Karriere) wirkt es stabilisierend, im Osten (Familie) und im Südosten (Reichtum) wirkt es stärkend und belebend.

Runde, ovale oder ungleichmäßige Formen sind weich und natürlich. Sie entsprechen den Formen, die in der freien Natur vorkommen. Durch diese Formen harmonisieren Sie den Energiefluss und es bieten sich interessante Gestaltungsmöglichkeiten.

Ob Sie nun stehendes oder fließendes Wasser im Garten in Ihrem Garten einsetzen hängt von dem Platz und Ihrem persönlichen Geschmack ab.



Viele Tipps und Informationen folgen, seien Sie gespannt!

Haben Sie weiter Fragen, wenden Sie sich gerne per Telefon (030-405 33 240) oder per Mail (ggieseler@anthurium.de) an mich.

Gabriele Gieseler


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