Aikido ist eine japanische Kampfkunst, dessen Techniken vom Aiki-Jujutsu, sowie dem Schwertkamf geprägt sind. Die Angriffsenergie des Gegners soll nutzbar gemacht werden und verstärkt auf den Angreifer zurückgeführt werden. Es gibt keinen Gewinner oder Verlierer bei dieser Kampfkunst, vielmehr soll der Gegner merken, dass es nichts bringt anzugreifen und er somit aufgibt. Aikido ist eine überwiegend defensive Kampfkunst gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer. Das klassische Aikido kennt keine Wettkämpfe und lehnt jede Form des aktiven Angriffes ab und dient sehr gut der Selbstverteidigung. Es ist für alle Alters- und Gewichtsklassen, sowie für Frauen und für Männer gleichermaßen geeignet. Der Name AIKIDO setzt sich wie folgt zusammen: AI - Harmonie KI - Energie, Atemkraft DO - Weg Frei übersetzt bedeutet dies: Weg des harmonischen Geistes
Auf unserem Frühlingsfest am 26.4.2007 wurde uns diese Kampfkunst von vier Aikido-Kämpfern auf eindrucksvolle Weise demonstriert.
Schon auf dem ersten Bild zeigt sich die Dynamik in dieser Kunst. Die Bewegungen des Angreifers (links) werden aufgegriffen und weitergeleitet. Die Kraft des Angriffes wird verstärkt auf diesen zurückgegeben und er wird zu Fall gebracht.
Die Zuschauer im Hintergrund schauen sich die Kampfhandlungen fasziniert an. Die Akteure scheinen nahezu über die Matten zu schweben...Und immer wieder reagiert der Angegriffene nach dem gleichen Prinzip, auch bei einem Angriff von hinten wird die Kraft des Gegners aufgenommen und weitergeleitet
Es ist beachtlich, welche Ruhe und Kraft der Angegriffene dabei ausstrahlt, wenn man bedenkt, dass er gerade von hinten attackiert wird. Tatsächlich waren alle Angreifer am Ende mehr ausser Atem, als der Angegriffene selbst. Auch das nächste Bild zeigt einmal mehr, mit welch einer Ruhe und "Leichtigkeit" der gegnerische Angriff aufgenommen und der Angreifer zu Fall gebracht wird...
Das richtige Fallen gehört aber natürlich zu dieser Kampfkunst ebenso dazu...
Die Kraft seines eigenen Angriffes bringt den Gegner zu Fall, er verletzt sich aber nicht, da er sich abrollt. Wenn man die Bewegung seines Gegners aufnimmt, findet man genau den Punkt, an dem der Angriff unschädlich gemacht werden kann und der Gegner selbst angreifbar wird.
AIKIDO enthält neben waffenlosen Techniken (Tai-Jutsu) auch den Umgang mit dem Langstock (Aiki-Jo) und dem japanischen Schwert (Aiki-Ken). Diese drei Grundelemente ergeben zusammen die Kunst des AIKIDO.
Auch nach diesem schwungvollen, waghalsigen Sturz ist der Kämpferin nicht passiert...sie kann direkt zu einem neuen Angriffsversuch übergehen
doch auch dieser wird wieder umgeleitet und abgewehrt...
Wie kann man den Angreifer kampfunfähig machen? Auch hierfür braucht man keinen hohen Kraftaufwand, einige Griffe und schon kann der Angreifer nichts mehr ausrichten...
Zum Ende einen herzlichen Dank an unsere vier Kämpfer für diese eindrucksvolle und interessante Demonstration.